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Dr. med. Detlef Hirte
Josef-Frankl-Str. 47
80995 München
Tel.: (089) 3 13 27 50
Fax: (089) 31 28 89 85
E-Mail: dr_hirte@aol.com





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Gesundheitsnews


Fraunhofer IMWS testet umweltfreundliche Mikroplastik-Alternativen in Kosmetikartikeln
Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Cellulosepartikeln aus Buchenholz, die in verschiedene Pflegeprodukte eingearbeitet wurden

Nach wie vor wird in kosmetischen Pflegeprodukten Mikroplastik eingesetzt, obwohl die umweltschädigenden Folgen hinlänglich bekannt sind. Winzige Plastikpartikel aus Peelings und anderen Hautpflegeprodukten gelangen über die Abwassersysteme ins Meer und schließlich in unsere Nahrungskette. In einem Forschungsprojekt hat das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS gemeinsam mit Partnern Materialien getestet, die Mikroplastik in Kosmetikprodukten ersetzen können und biologisch abbaubar sind.

In vielen Kosmetikartikeln wie Körperpeelings oder Deodorants sind kleinste Kunststoffteilchen, sogenanntes Mikroplastik, beispielsweise aus Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) enthalten. Als »sanfte Abrasiva (Schleifmittel)« entfernen sie durch Reibung abgestorbene Hautschuppen und regen die Durchblutung der Haut an. Wegen ihrer chemischen Beständigkeit und ihrer Farb-, Geruchs- sowie Geschmacklosigkeit werden sie darüber hinaus auch häufig als Stabilisatoren und Füllmittel eingesetzt. Polyethylen und Polypropylen sind biologisch nicht abbaubar und wegen der geringen Partikelgröße von weniger als 5 Millimetern kann das mit Kosmetika ins Abwasser gelangte Mikroplastik in Kläranlagen nicht ausreichend entfernt werden. Damit gelangt es in die Umwelt und in unsere Gewässer. Im Meer werden die Mikroplastikpartikel von Lebewesen aufgenommen und gelangen so schlussendlich in unsere Nahrungskette. Viele Kosmetik-Hersteller haben daher angekündigt, auf den Einsatz von Mikroplastik zu verzichten und stattdessen in Zukunft geeignete Alternativen einzusetzen.

Mit dem jetzt abgeschlossenen Forschungsprojekt »KosLigCel« im Rahmen des Spitzenclusters BioEconomy leistet das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS einen Beitrag dazu. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt wurden gemeinsam mit der CFF GmbH, einem Zellstoffverarbeiter aus Gehren in Thüringen, sowie der Skinomics GmbH aus Halle (Saale), die hauptsächlich für galenische und dermatologische Untersuchung der Produkte zuständig ist, erfolgreich Alternativen aus biologisch abbaubaren Materialien entwickelt und getestet.

Das Ziel war eine kostengünstige Herstellung biologisch abbaubarer Cellulosepartikel aus Buchenholz, Hafer, Weizen und Mais, die die Anforderungen an Abrasivität und Reinigungsleistung in Zahn- und Hautpflege-Produkten erfüllen. Konkret wurden Alternativen für Körperpeelings und Zahncremes getestet. Die besondere Herausforderung lag darin, die Cellulosepartikel so zu designen, dass ihre Größe, Form, Härte sowie Oberflächenstruktur zu den gewünschten Produkteigenschaften führt. Dazu wurde Cellulose aus Buchenholz speziell modifiziert und der Optimierungsprozess durch Mikrostrukturanalytik am Fraunhofer IMWS begleitet.

»Wir haben nach zweijähriger Forschungsarbeit mit den Projektpartnern sehr gute Ergebnisse erzielt: eine Testzahnpasta mit den optimierten Buchenholz-Cellulosepartikeln zeichnet sich durch eine geringe Abrasionswirkung, aber dennoch gute Reinigungsleistung aus«, sagt Dr. Sandra Sarembe, Projektkoordinatorin am Fraunhofer IMWS. Die biologisch abbaubaren Partikel in der Zahnpasta dienen der mechanischen Entfernung von bakterieller Plaque, Zahnverfärbungen und Essensrückständen, dabei dürfen sie den Zahnschmelz allerdings nicht beschädigen. »Bei der Materialcharakterisierung mehrerer Cellulose-Typen haben wir durchweg positive Daten erhoben. Dies gilt auch für den Einsatz dieser Stoffe in Waschpeelings und anderen Hautkosmetika«, sagt Sarembe weiter. Das Forscherteam konnte materialwissenschaftlich bestätigen, dass Cellulose-Partikel in Kosmetikprodukten als Ersatz für Polyethylen vergleichbare Wirkung zeigen. Zudem sind sie im Wasser biologisch abbaubar und können kostengünstig hergestellt werden. Auch als Füllstoff in Aluminium-freien Deodorants kommen die Cellulose-Partikel infrage.

»Die Nutzung von Cellulose als biobasierte Füllstoffe könnte auch in weiteren Einsatzfeldern wie in medizinischen Produkten möglich sein. Außerdem sind verschiedene Cellulose-Typen mischbar, die einen breiten Einsatz versprechen. Daher weisen die Partikel ein hohes Potenzial für neue Produktentwicklungen sowie attraktive Marketingmöglichkeiten für nachhaltige oder sogar vegane Produkte auf«, sagt Dr. Andreas Kiesow, Projektleiter am Fraunhofer IMWS.
Die gewonnen Ergebnisse können zukünftig auch für die Entwicklung in anderen Kosmetikbereichen wie etwa in der dekorativen Kosmetik für Mascara, Puder oder Lippenstift dienen.

Gesundheitsversorgung ist kein Versuchslabor!
Aktuelle Positionierung der Vertragszahnärzteschaft

Anlässlich ihres gemeinsamen Neujahrsempfangs hat sich die Zahnärzteschaft am Dienstag in Berlin zu den laufenden Koalitionsverhandlungen klar positioniert. In seinem Grußwort in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft sagte Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV):

„In Zahnarztpraxen gibt es weder eine vermeintliche „Zwei-Klassen-Medizin“, noch auch nur im Ansatz die vieldiskutierte Wartezeitenproblematik. Auch Scheindebatten um „gerechte“ Honorarordnungen führen nicht weiter. Wollen wir vielmehr die echten Herausforderungen des Gesundheitssystems bewältigen, dann muss die Versorgung der Patienten im Mittelpunkt notwendiger Reformen stehen. Die Zielsetzung der Sondierungen, deutschlandweit gleichwertige Lebensbedingungen sowie eine gute Versorgung vor Ort in Städten, auf dem Land, in strukturstarken und -schwachen Regionen zu schaffen, findet deshalb folgerichtig unsere Unterstützung.“

Eßer nannte zwei ausgewählte Bereiche, bei denen in der zahnärztlichen Versorgung Verbesserungen Vorfahrt eingeräumt werden sollte:

„Im Kampf gegen die Volkskrankheit Parodontitis bildet der GKV-Leistungskatalog den wissenschaftlichen Erkenntnisstand und notwendige Therapiemaßnahmen nicht ausreichend ab. Das muss sich ändern, damit auch gesetzlich Versicherte Teilhabe am medizinischen Fortschritt haben. Die Vorschläge der Zahnärzteschaft dafür liegen auf dem Tisch.“

„Wenn zudem reine Zahnarzt-MVZ Unterversorgung in ländlichen Gebieten geradezu befeuern und in urbanen, einkommensstarken Regionen Überversorgung verstärken, so ist das offenkundig ein Irrweg. Ich appelliere deshalb an die Politik, hier endlich Steuerungsfehler zu korrigieren und das Kriterium „arztgruppen-übergreifend“ für MVZ in der zahnärztlichen Versorgung zeitnah einzuführen. Zudem sollten bewährte, freiberufliche Praxisstrukturen mehr gefördert werden.“

Für die Sicherstellung der Versorgung benötige die Vertragszahnärzteschaft in einem weltweit anerkannten, pluralistischen Gesundheitssystem vor allem stabile und verlässliche Rahmenbedingungen. „Verunsicherung, Experimente und Systemwechsel sind substanziellen Versorgungsverbesserungen nur abträglich. Die Gesundheitsversorgung unserer Patienten ist kein Versuchslabor!“, betonte Eßer.

Hintergrund – Die Agenda Mundgesundheit 2017-2021
Bereits zur Bundestagswahl hatte die KZBV ihre Positionen in vertragszahnärztlichen Versorgungsfragen dezidiert beschrieben. Die „Agenda Mundgesundheit 2017-2021“ formuliert Ziele und Rahmenbedingungen für die Verbesserung der Mundgesundheit sowie für die Sicherstellung der Versorgung. Die Agenda kann auf der Website der KZBV abgerufen werden.

Stellungnahme zur ELEMENT-Fluorid-Studie
Welche Bedeutung hat das Studienergebnis für Deutschland?

Eine aktuelle Studie aus Mexiko hat ergeben, dass eine höhere Fluoridaufnahme bei Schwangeren zu einem geringeren IQ des Nachwuchses führt. Doch welche Bedeutung hat dieses Ergebnis für Deutschland?

Die Studie (1) ist Teil der ELEMENT-Studie (Early Life Exposures in Mexico to Environmental Toxicants), einer groß angelegten Longitudinalstudie, die seit den 1990er Jahren vom US-amerikanischen National Health Institute (NIH) in Kooperation mit verschiedenen US- und mexikanischen Gesundheits- und Umweltbehörden durchgeführt wird. Ziel ist es, die Belastung der mexikanischen Bevölkerung mit Schadstoffen zu untersuchen und daraus Empfehlungen für maximal tolerable Schadstoffkonzentrationen abzuleiten. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem Urinproben genommen, die nun auch bezüglich Fluorid untersucht wurden.

Studie aus Mexiko: Methoden und Ergebnisse

Insgesamt hatten 997 Schwangere an der vorliegenden Studie teilgenommen. Wegen der enorm langen Laufzeit von etwa 15 Jahren konnten am Ende nur 299 Mutter-Kind-Paare analysiert werden. Die Schwangeren lebten in Mexico-Stadt, wo es eine Salzfluoridierung (250 ppm) gibt. Der Fluoridgehalt im Trinkwasser liegt dort zwischen 0,15 ppm und 1,38 ppm. Da nicht abschließend geklärt werden konnte, welche weiteren Umwelt- und Ernährungsquellen es für Fluorid gab, haben die Wissenschaftler die Fluoridausscheidung im Morgenurin als Referenz genommen. Damit lässt sich bei Erwachsenen die Gesamtaufnahme von Fluorid abbilden. Allerdings ist die Zuverlässigkeit dieses so genannten „Spot-Urins“ nicht so hoch, wie die Messung des 24-Stunden-Urins. Im Durchschnitt lagen die Fluoridausscheidungen bei ca. 0,9 mg/L. Die Streuung war sehr groß, denn das Minimum lag bei 0,23 mg/L und das Maximum bei ca. 2,25 mg/L (Standardabweichung 0,36). Die Forscher haben die Fluoridkonzentration im Urin mit der Intelligenz der 4- bzw. 6- bis 12-jährigen Kinder korreliert. Dazu setzten sie validierte und etablierte Messverfahren ein: Der McCarthy Scales of Children’s Abilities (MSCA) bei 4-Jährigen und der Wechsler Abbreviated Scale of Intelligence (WASI) bei den 6- bis 12-Jährigen. Das Ergebnis: Bei einer Zunahme der Fluoridkonzentration um 0,5mg/L war der IQ um 2,5 Punkte signifikant reduziert. Die Forscher nutzten eine aufwändige Statistik, um Störfaktoren auszuschließen. Zum Beispiel wurde die häusliche Umgebung, die auch einen Einfluss auf die Entwicklung der Intelligenz hat, mit einem entsprechenden Test gemessen, außerdem Rauchen, Alter, Geburtsgewicht u.a.

Fluoridquellen in Deutschland im Vergleich zu Mexiko-Stadt

Um zu prüfen, ob das Ergebnis der Studie auf Deutschland übertragbar ist, sollten zunächst die Fluoridquellen verglichen werden. Als systemische Fluoridquelle steht in Deutschland Speisesalz im Haushalt mit einem Gehalt von 310 ppm zur Verfügung. Die natürlichen Fluoridgehalte im Trinkwasser (überwiegend weniger als 0,3 ppm) sind gering. Dazu kommen lokale Fluoridquellen wie Zahnpasta, Lacke, Gelees und Mundspüllösungen. Weil diese ausgespuckt werden, spielen sie bei der systemischen Aufnahme eine unbedeutende Rolle. Im Unterschied zu Mexiko-Stadt mit Speisesalzfluoridierung und stark variierenden Fluoridkonzentrationen im Trinkwasser, sind die Quellen für Fluorid hierzulande begrenzt.

Welche Bedeutung hat das Ergebnis der Mexiko-Studie für Deutschland?

In Deutschland existieren zurzeit keine vergleichbaren Studien-Daten. Eine Studie (2) aus der Nordschweiz aus dem Jahre 2006 eignet sich allerdings für den Vergleich, da beide Länder eine annähernd gleiche Fluoridprophylaxe besitzen. Für die Studie wurden Erwachsene aus dem Nordwesten der Schweiz (Basel und Umland) untersucht, die entweder Fluoridsalz (Umland) oder Trinkwasserfluoridierung (TWF) (Basel-Stadt) erhalten hatten. Die TWF-Gruppe hatte Fluoridkonzentrationen von 0,64 mg/L im Urin mit einer Standardabweichung von 0,24 mg/L. Bei der Salz-Gruppe waren es 0,47 mg/L (Standardabweichung 0,24 mg/L). Durch die Mobilität der Studienteilnehmer zwischen Basel-Stadt (TWF) und Umland (Fluorid-Salz) ist davon auszugehen, dass die Salzgruppe teilweise Salz und TWF aufnahm und dadurch einer höheren Fluoridexposition unterlag als Menschen in Deutschland mit reiner Salzfluoridierung. Die Standardabweichung aus der Schweizer Studie (0,24 mg/L) kann nicht direkt mit der aus der Mexiko-Studie (0,36 mg/L) verglichen werden, da die Kohorte dort etwa 10mal so groß ist. Normalerweise müsste die Standardabweichung in der Mexiko-Studie deshalb verhältnismäßig kleiner sein. Allerdings ist sie trotzdem größer als in der Schweiz-Studie. Dementsprechend ist die Streuung, sprich Spannweite der Fluoridaufnahme in der Mexiko-Studie deutlich größer. In der Schweiz-Studie sind kein Minimum und kein Maximum angegeben, sonst wäre ein genauerer Vergleich möglich.

Fazit

Die Studie aus Mexiko ist methodisch weitgehend in Ordnung. Insgesamt zeigt sich aber, dass die Fluoridaufnahme mindestens doppelt so hoch ist wie unter den Bedingungen der reinen Salzfluoridierung im Nordwesten der Schweiz (überwiegend Basel-Umland) [0,9 mg/L vs. 0,7 mg/L]. Die Autoren der Mexiko-Studie geben an, dass der Zusammenhang zwischen Fluorid und dem IQ erst bei Ausscheidungen über 0,8mg/L beginnt. Da dieser Wert oberhalb des Mittelwertes (0,47 mg/L) und der Standardabweichung (0,24 mg/L) aus der Schweiz-Studie liegt und davon auszugehen ist, dass sich die sonstigen Fluoridquellen zwischen der Nordschweiz und Deutschland nicht groß unterscheiden, ist daraus abzuleiten, dass in Deutschland kein Zusammenhang zwischen der systemischen Fluoridaufnahme bei Schwangeren und dem IQ der Kinder besteht. (1) Bashash M et al..: Prenatal fluoride exposure and cognitive outcomes in children at 4 and 6–12 years of age in Mexico. Environ Health Perspect 2017; 125: 0970171. DOI:10.1289/EHP655
(2) Guindy JS et al. (AG Jürg Meyer): Fluoride excretion of adults living in border regions with either water or salt fluoridation. Schweiz Monatsschr Zahnmed 2016; 116: 362-366.